musork orthlorng 2003
antje greye-fuchs ist ja ganz und gar kein unbeschriebenes blatt mehr, was das das elektronische musikschaffen angeht. als sängerin von laub hat sie schon einigen liebhabern guter musik das gehör verwöhnt und unter dem kürzel agf eine fantastische platte (‚head slash bauch‘) veröffentlicht.
nun kommt die zweite, und sie ist noch besser. die spartanisch wirkenden kompositionen aus clicks, bleeps und glitches winden sich wie fremdartige pflanzen um antjes faszinierende und zurückhaltende stimme, die sich gekonnt und sicher im grossen spannungsfeld zwischen lyrik, gesang und spoken word bewegt. und dies erstmals in englisch, was zuerst irritiert und die unglaubliche nähe und intensität aufzuheben scheint, die vor allem auf den laub-platten zwischen ihr und dem hörer aufgebaut wurde. dann aber hört man, dass sich nur die umstände verändert haben, nicht aber die leidenschaft und liebe, die aus dieser unterkühlt wirkenden musik spricht. im gegenteil, antje greye scheint noch direkter zu werden und genau dies eben nicht nur mit worten, sondern auch durch die musik zu zeigen: noch nie wurden töne so sorgfältig aufgebrochen, stille und pausen so mit spannung und erwartung gefüllt, um dann den nachfolgenden klang als die totale befreiung zu feiern.
auf jeden fall sehr private musik und am besten in guten kopfhörern.
01. lets make our movies
02. ambient trust
03. private birds
04. refail
05. chorizon
06. leaving with hope
07. my patch
08. in between movies
09. poem producer
10. you stop
11. contemporary westernized
12. pipe dream voices
13. lets go!