bald ein neues album von okzharp und manthe ribane

das neue werk der beiden innovativen südafrikaner heisst closer apart und ist auf den 7. juni angekündigt. zwei songs kann man schon hören: kubona ist eine gemütliche fingerübung mit spärlichem beat, vocoder und strange perlenden syths. dun hingegen ist voll auf den dancefloor zugeschnitten: pumpender bass, knatternde snares und rhythmisch unglaublich spannend artikulierte vocals.

 

um die wartezeit auf den 7. juni zu verkürzen, hier noch eine kleine dokumentation über die beiden künstler, die vor ein paar monaten auf arte ausgestrhlt wurde:

ricky force – the touch/what to do

pressin hard records 2018

ziemlich unverhofft vor einer woche angekündigt, nun auch wirklich draussen: die dritte platte auf richard tuckers – alias ricky force – privatlabel pressin hard records ist das erste lebenszeichen dieses outlets seit fast fünf jahren. die platte war schon zackig ausverkauft, aber auch digital machen die beiden oldschool-jungletracks richtig was her.

die a-seite gehört ‚the touch‘, einem wundervoll ätherischen stück ambient jungle mit weichen, warmen bässen und liebevoll ziselierten snares. die abstrahierten vogelschreie und athmosphärisch hallenden stimmen lassen wehmütige erinnerungen an ltj bukems beste zeiten aufkommen und werfen sofort ein durch kristallklare flächen gebrochenes kopfkino an. mit viel raum und perfekt produziert schliesst dieser track nahtlos an den anspruch des labels an, die goldene äre des jungle mit den neusten produktionsmethoden aufleben zu lassen.

 

auch ‚what to do‘ startet mit warmen flächen und viel athmosphäre, wirkt jedoch schon zu beginn viel dramatischer und erzeugt mit hihat und frauenstimme atemlose spannung, die schon bald brutal und schlagartig aufgelöst wird durch den wirbel druckvollst produzierter amens. es ist immer wieder schön zu hören, wie dieser beat aufs neue zerhackt und neu zusammengesetzt wird, und auch wenn ricky force sich hier zum grossen teil an sehr erprobte muster hält, findet er immer wieder einen weg, den track frisch und und den tänzer bei der sache zu halten. vor allem die als emotionale farbtupfer gesetzten samples weiblichen gesangs verleihen der leicht gehetzt wirkenden atemlosigkeit der drums eine persönliche note.

 

beide seiten der platte wirken ein wenig zu kurz, und somit bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder fünf jahre dauert bis zum nächsten nostalgieschub rickys!

pressin hard records
ricky force auf soundcloud

woche 19

  1. letherettebrown lounge (vol 2) [2018]
  2. bibiozen drums / dada drums [2018]
  3. saint abdullahstars have eyes [2018]
  4. neanaprivate joke / scrub [2018]
  5. jon hopkinssingularity [2018]
  6. dj healernothing 2 loose [2018]
  7. prime minister of doommudshadow propaganda [2018]
  8. jensen interceptorhydro systems [2018]
  9. flabairebandwith [2018]
  10. jkrivférias ’77 reworks [2018]

gute musik im multipack

gestern war wieder mal einer dieser tage, an denen die gute musik fast schon im minutentakt veröffentlicht wird – keine ahnung obs am langen wochenende oder frühlingsgefühlen liegt, auf jeden fall kam man kaum nach mit dem anhören und einkaufen bzw. auf-die-wunschliste-setzen. nachstehend eine kleine auswahl meiner favoriten:

aïsha devi – dna feelings [hth024]

nach ihrem letztjährigen debut lehnt sich die schweizerin mit tibetisch-nepalesischen wurzeln hier noch weiter aus dem rave-fenster und hält in lässiger konzentration die kippelige balance zwischen dekonstruktion und struktur, zwischen hörbarkeit und überwältigung, auflösung und reduktion. grossartige musik mit spiritueller tiefe, kaum fassbar und trotzdem voller körprlichkeit.

 

ivy lab – death don’t always taste good [2020ldn012]

ivy lab haben sich nach gut drei jahren zu einem zweiten longplayer durchgerungen und präsentieren das, was sie am besten können, in cineastischer breite: dreckige hiphop beats, deepe halfstep tunes und ungemütlich-futuristische stimmungen.

 

various artists – future sound of leipzig [dicc001]

leipzig hat sich in den letzten jahren seinen platz auf der landkarte der elektronischen bassmusik wacker erkämpft, und diese compilation von defrostatica records belegt dies mit einer überaus gelungenen und qualitätshaltigen auswahl von 17 tracks, oszillierend zwischen drum’n’bass, halfstep, footwork und jungle.

 

zero t & unitsouled – baby grand ep [nq006]

drum’n’bass-veteran zero t präsentiert mit dem multi-instrumentalistenduo unitsoule eine soultriefende sammlung von perfekt produzierten stücken aus dem ganzen spektrum der londoner beatschmiedekunst: hiphop, broken beat, soul und natürlich drum’n’bass.

 

p jam – introspective [hardrive]

der junge londoner produziert sich auf seinem ersten longplayer mit einem unglaublichen selbstbewusstsein und einfallsreichtum quer durch grime, jungle, uk funky, techno und die ganze bandbreite fetter bässe.

Joker’s Rave Roots Are Showing — Bandcamp Daily

wieder mal ein gut geschriebener und sauber recherchierter artikel auf bandcamp daily – diesmal über joker, hochbegabtes enfant terrible mit unverwechselbarem sound, der momentan den zehnten geburtstag seines kapsize-labels mit einer ausgiebigen serie von fantastischen eps feiert.

https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=1065089591/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/

For all the respect he has in various scenes, Liam McLean remains fundamentally a musical misfit.

via Joker’s Rave Roots Are Showing — Bandcamp Daily