kumo – 1+1=1

spoon records 2000

respekt! jono podmoro, alias kumo, kann mit ‚1+1=1‘ sein erstes album locker toppen – das allerdings nach einer kleinen wartezeit von 3 jahren. die hat sich jedoch gelohnt, denn auch wenn dieses werk reichlich anders daherkommt als ‚kaminari‘, ist es dennoch eine konsequente weiterentwicklung von kumos zurückhaltenden und bis ins detail ausgefeilten sounds.

was zuerst auffällt, sind wieder die beats. doch diesmal kommen sie rauher, spannender und oft auch ein bisschen härter als erwartet, nicht mehr ganz so fein und tänzelnd. was auch aufhorchen lässt, ist die geräuschhaftigkeit dieser platte. dominierten auf ‚kaminari‘ noch die warmen, runden klänge, sind es hier eher die kantigen, zischenden elemente, die sich im ohr festsetzen. wie in ‚rescue tai‘, einem lärmigen, kratzenden breakbeatmonster mit einer unglaublichen frauenstimme.

allerdings sind es auch hier schliesslich wieder die details, die faszinieren, sobald man das album mal ein bisschen besser kennt. ganz genau hinhören sollte man zum beispiel bei ‚uguisu‘, in dem eine nachtigall über die beats singt und mit der trompete ein duett bildet. macht einem wieder lust auf diese alten platten mit den vogelstimmen drauf…

mit diesem werk, das sich so konsequent und sicher zwischen ambient, dub und drum’n’bass platziert, hat podmoro gezeigt, was er dazugelernt hat. und dass er es gut einsetzen kann.

01. zero
02. con v 112
03. rescue tai
04. acta
05. gwan
06. visiting kukai
07. uguisu
08. lover man
09. a.e.a
10. grey scrubbers
11. living ghost
12. endgame

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