psychomat records 1997
meines wissens das erste album von kumo alias jono podmoro aus england. bereits hier wird allerdings klar, wieso der herr schon mit leuten wie jamiroquai, the shamen und shut up and dance zusammengearbeitet hat. zugegeben, es braucht mehrere hördurchgänge, bis man die qualität und schönheit dieser filigranen drum’n’bass- und downbeatkonstruktionen erkennt, aber wenn es soweit ist, vergisst man sie nicht mehr so leicht. jeder ton sitzt perfekt, keiner ist zuviel oder überflüssig. auch die stimmen und aussergewöhnlichen instrumente (theremin, koto) drängen sich nie in den vordergrund, sondern schmiegen sich in die stücke, als wüssten sie, dass sie für immer zusammengehören.
die reise beginnt beginnt luftig und leicht mit einem einfachen, soliden beatgerüst, das aber immer wieder aufgebrochen und ergänzt wird. sphärische strings und lustige zwitschergeräusche werden darauf sehr schön eingesetzt und geben dem lied eine fröhlich-gelassene note, die dann im zweiten track ein bisschen zurückgenommen wird. hier regiert ein schneller, hüpfender beat auf einem dicken bassfundament, das die wände wackeln lässt. trotzdem kommt das ganze eher unterschwellig daher und endet mit ertränktem vogelgezwitscher und einem theremin-bass, der wohl schon zum dritten stück gehört. dieses bietet schwere, schleppende drums, leicht verzerrt und immer wieder variiert, vor einem sehr subtilen und meisterlich abgestimmten hintergrund. auch in den darauf folgenden stücken sind es meist die beats, die am anfang im vordergrund stehen und die aufmerksamkeit auf sich ziehen. nach mehrmaligem hören lernt man jedoch klangjuwelen wie das klimperklavier und die vocals bei ‚tigerstyle‘ oder die unheimlich kontrollierten blubbersounds bei ‚hubble eyes‘ sehr zu schätzen und zu lieben und merkt dann auch, dass hier nicht nur ein hervorragender programmierer am werk war, sondern auch ein einfühlsamer komponist und liebevoller arrangeur.