dmz 2006
zwei superminimale und hypnotische tracks von loefah, der schon das dritte mal auf dmz veröffentlicht und diesmal die ganze platte für sich bekommt. «goat stare» gesteht den beats raum und ausgiebigen hall zu, der bass ist monoton und äusserst zurückhaltend moduliert. der titel wie auch die leidenschaftslosen sprachsamples verweisen auf ein experiment amerikanischer wissenschaftler, die einen ziegenbock durch kollektives anstarren und intensives totwünschen umbringen wollten. keine ahnung, ob es gewirkt hat, aber der bezug passt gut zum zwar ruhigen, jedoch keineswegs freundlichen track.
«root» ist ähnlich zurückhaltend, der rhythmus steht jedoch mehr im vordergrund und vermag somit auch mehr druck aufzubauen. kleine, kontrollierte, aber dennoch intensive ausbrüche halten den zweiton-bass interessant. trotzdem wünscht man sich zuerst, dass doch ein bisschen mehr abwechslung geboten würde – bis man sich die zeit nimmt, all die kleinen und kleinsten details zu würdigen, die sich in den vielen lücken dieses sounds verstecken. eine sehr deepe, intensive, aber auch fordernde platte.
a1. goat stare
a2. root
erschienen am 18.03.2006 im kommerz.ch onlinemagazin