depth charge – legend of the golden snake

 dc records 1995

dies ist wohl eines der ältesten tondokumente von j. saul kane unter seinem ‚depth charge‘-pseudonym, und schon hier zeigt er ganz genau, wie gute beats und samples zu tönen haben. nämlich dreckig, aufregend und nicht zu schnell, dafür mit einer gehörigen portion druck und abgehangener funkiness. die vielen, gut hörbaren bezüge zum spaghetti-western, schmuddliger erotik und hong-kong-filmen werden hier schon meisterlich miteinander verwoben und ergeben ein exotisches klanguniversum, in dem er sich meiner kenntnis nach noch ziemlich allein bewegt.

der titeltrack beginnt dann auch mit einer fernöstlich anmutenden melodie, kombiniert mit einem schleppenden, aber kraftvollen beat. die bässe grollen, die übergänge sind perfekt unperfekt – und eine ungewohnt-geniale melodie hält das geschehen spannend bis zur letzten sekunde.

noch besser gefallen mir allerdings die folgenden beiden stücke: die gangart wird härter, schneller und vor allem abwechslungsreicher. erst wird eine funkige gitarre mit einer schluchzenden hammondorgel konfrontiert, bis sie beide schliesslich einen nervenzusammenbruch erleiden; danach wird zu einem fantastisch kickenden beat und knurrenden bässen lautstark gekämpft.

asp, der letzte track, lässt sich wieder zurückfallen und stampft mit scheppernden snares und melancholisch hallenden synthis vor sich hin, bis ihm der atem irgendwann mal ausgeht.

01. legend of the golden snake
02. poison clan ’95
03. five deadly venoms
04. asp

depth charge

 

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