geist records 2000
ehre wem ehre gebührt. auch wenn das neueste album des atr-gründers und engagierten grossmauls selbst mit bestem willen höchstens noch als ambitionierter schrott durchgeht: er hat schon grosses geleistet. wie zum beispiel diese platte.
seine spezielle auffassung von elektronischer musik kleidet alec empire hier in 14 höchst abwechslungsreiche und interessante tracks, die so ziemlich alles in sich vereinen, was man von ihm so erwartet hätte – und noch einiges mehr. ok, die ultraharten high-speed-breakbeatattacken lässt er grösstenteils links liegen und verzerrt dafür lieber tonnenschwere, unglaublich basslastige hiphop-beats, lässt den 808 hüpfen oder veranstaltet minimalistische tonkakophonien. doch auch diese tragen die gewalttätige und düstere no-future-handschrift unseres lieblingspunks.
und zwischendurch gelingen ihm fast schon geniale verschmelzungen von ambient, electro und seinem ureigenen hardcore-style, wie zum beispiel das grandios dahinstolpernde eröffnungsstück oder das fast schon versöhnlich anmutende, hypnotisierende ’sonyprostitutes‘.
gemeinerweise ist der letzte titel der tracklist auf dem tonträger nirgends aufzufinden… aber nur schon wegen dessen namen konnte ich mich nicht zurückhalten, ihn auch aufzuführen.
01. lash the 90ties
02. stahl & blausäure
03. 13465
04. maschinenvolk
05. sonyprostitutes
06. blutrote nacht über berlin
07. pussy heroin
08. new acid
09. smack
10. n.y.-summer 1
11. konsumfreiheit
12. n.y.-summer 2
13. microchipkinder
14. sieg über die mayday-hj