vladislav delay – anima

mille plateaux

eine platte – ein track. gute sechzig minuten lang präsentiert uns der finne hier, was möglich wird, wenn man musik für einmal nicht in einzelne songs und liedstrukturen pressen will. dabei verschmilzt er seine enormen kenntnisse und erfahrungen als producer mit einem ausgeprägten gefühl für stimmungen, klänge und die bilder, die sie auslösen, und schafft so ein meisterwerk des sounddesigns. so klingt ‚anima‘ wie ein langsam wachsender, atmender organismus zwischen musikinstrument, pflanze und mensch; die töne und sounds verwandeln sich, oszillieren zwischen klang und geräusch hin und her und machen den eindruck, dass sie schon immer hier waren und auch genau hier hingehören.

alles in allem würde man dieses album wohl unter ambient oder dub einordnen. man merkt jedoch schnell, dass hier die grenzen viel, viel weiter gesetzt und auch einiges konsequenter ausgelotet wurden als zuvor in diesen genres, so dass man hier tatsächlich von einem meilenstein sprechen kann.

schlussendlich ist auch das cover eine wahre augenfreude und korrespondiert sehr gut mit der warmen musik, die sich darunter verbirgt.

mille plateaux

 

Hinterlasse einen Kommentar