international deejay gigolo 2002
hype hin oder her: die new yorker warren fischer und casey spooner machen wundervolle popmusik, leicht dekadent und mit melodien zum mitsingen. und natürlich mit starkem 80er-jahre-einschlag, wies heute im allgemeinen und bei gigolo im besonderen schon fast zum guten ton gehört.
glücklicherweise lassen sies jedoch nicht dabei bewenden, ein paar metallische synth-bässe und androgyne stimmchen aufzuwärmen und dem nach elektropop förmlich gierenden publikum vorzuwerfen. nein, es wird weiterentwickelt, ausprobiert und experimentiert, und die freude an guten, zeitlosen melodien ist immer spürbar. die sounds sind, trotz ihrer klanglichen referenzen an eine vergangene ära, immer auf der höhe der zeit und von einer unglaublichen qualität und tiefe, was man auch vom songwriting behaupten kann. niemals gleitet man ab in die beliebigkeit so vieler elektropop-klone, jeder song klingt frisch und vereinigt mehr ideen als andere in einem ganzen album.
parallel dazu sind ihre liveshows absolute performance-knaller, bei denen die musik zur reinen nebensache degradiert wird und die in der new yorker art-posse schon kultstatus besitzen. eine armee von tänzer/innen, sänger/innen und gastmusikern wird aufgeboten und bietet ein spektakel aus schminke, blut und schweiss sowie exquisiten sci-fi kostümen, das wohl jede kinnlade einige zentimeter tiefer hängen lassen wird.
01. sweetness
02. the 15th
03. emerge
04. l.a. song
05. tone poem
06. horizon
07. invisible
08. turn on
09. *#!@$?
10. natural disaster
11. ersatz
12. exclusive video footage