like a tim & gina v. d’orio – bass girl

dub recordings / like records 2004

ich trau meinen ohren nicht: gina v. d’orio (sängerin bei cobra killer und ec8or) singt amerikanische girlsongs aus den sechzigern! was musste tim van leyden (alias like a tim) wohl tun, um das zu erreichen? nun ja, was immer es auch war: es hat sich gelohnt!

aber nicht nur d’orio lässt sich auf ein wagnis ein, auch der musiker hat sich von seinem skurrilen midi-storperfunk freigenommen und übt sich nun in der reduktion. nur mit einer tb-303 und wenigen, spärlich eingesetzten synths und effekten unterlegt der rotterdamer die eindringliche stimme, die man in dieser sanftheit und süsse der berlinerin nie zugetraut hätte. sie drängt sich niemals auf, ist aber immer da: verführerisch, beschwörend, traurig. die lieder selbst haben schon fast alle einmal gehört; sie sind einfach und in popsonglänge gehalten und handeln von der liebe, sei sie nun unglücklich, vorbei oder voll am erblühen. und sie rühren zu herzen, bleiben hängen und sind wunderschön, und man will das album gleich nochmals hören, weil es einfach zu kurz ist.

01. i only have eyes for you
02. where did our love go
03. the end of the world
04. leader of the pack
05. angel baby
06. dance with me
07. lonely sea
08. running scared
09. come softly to me (cd bonus track)

likeatim
clone

 

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