max tundra – mastered by guy at the exchange

domino 2002

max tundra (ben jacobs) ist wohl eines der skurrilsten genies der neueren musikgeschichte und beweist das auch mit dieser zwar kurzen, aber sehr knuddeligen platte. alle live-instrumente wurden natürlich wieder selbst eingespielt (und das sind nicht wenige!), und zum ersten mal hören wir den max auch singen!

anfangen tuts schon mal sehr ungewohnt und direkt mit ungelenk-hektischen drums und gesang, knapp gehalten und ein idealer einstieg und auftakt zu den ersten grossen höhepunkten dieses albums: ‚mbgate‘ entwickelt sich von einem leicht zerfahrenen und unkoordinierten postrock-entwurf mit polternden drums und schrammeliger gitarre unversehens zu einem dick rockenden, hüpfenden tanzliedchen mit housigem einschlag und einem geilen clubbeat. und ‚lysine‘, die erste single, wartet mit einer einfachen, packenden melodie, einem raffiniertem songaufbau (inkl. freakout am ende) und der sanften, sich sehr gut einfügenden stimme von max‘ schwester auf. scheinbar bleibt dieser gastauftritt in zukunft keine ausnahme, denn man hört sie hier noch in zwei anderen songs, und es funktioniert erstaunlich gut!

auch von den nachfolgenden tracks kann man eigentlich jeden wärmstens empfehlen, wobei mir ‚lights‘ und ‚hilted‘ besonders ans herz gewachsen sind. das ist übrigens auch das besondere an diesem album: es wird zum begleiter, zu einem guten freund – und hast dus schon fast wieder vergessen, dann blinzelts dir bestimmt unverhofft zu und lädt dich ein in seine kindlich bunte welt voller töne, instrumente und ideen.

01. merman
02. mbgate
03. lysine
04. fuerte
05. pocket
06. cabasa
07. 61over
08. lights
09. hilted
10. acorns
11. gondry
12. labial

max tundra
domino records

 

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