
manöggis
manoeggelis

zeug

manöggis
manoeggelis

zeug


alc

alk
diesen samstag die neuaufnahme der beliebten dezibel-partyreihe im nautilus in luzern. ziemlich cooles line-up… sehr schön, dass die spinline-jungs gebucht wurden!
hier ein gnadenlos deeper mix dieser jungen ungarn:
http://www.hokuscope.hu/mix/spinline-studio_mix_2007_nov.mp3
tracklist:
01. Matrix – Bad Dreams – Idioma
02. Spinline – Traffic – ?
03. Mathematics – Fallout – ?
04. Commix feat. The Nextmen – Change – Metalheadz
05. Survival – U457 (Born Adrift) – Exit
06. M.T.M.S. – Rubber Room – ?
07. Icicle – Lost Hours – Critical
08. Spinline – Sister – ?
09. Break – Day One – Quarantine
10. Icicle & Nymfo – Green Goblin – ?
11. Zero Tolerance & Survival – Cold Blood – Revolution
12. Naibu – Don’t Break The Rules – ?
13. SKC – Epilogue – ?
14. Commix – Japanese Electronics – Metalheadz

http://www.myspace.com/logisticsnmte
http://www.myspace.com/spinlinekru
http://www.myspace.com/redringdayni
http://www.myspace.com/vocalbreath
http://www.myspace.com/kimandjim_tobi
mille plateaux
eine platte – ein track. gute sechzig minuten lang präsentiert uns der finne hier, was möglich wird, wenn man musik für einmal nicht in einzelne songs und liedstrukturen pressen will. dabei verschmilzt er seine enormen kenntnisse und erfahrungen als producer mit einem ausgeprägten gefühl für stimmungen, klänge und die bilder, die sie auslösen, und schafft so ein meisterwerk des sounddesigns. so klingt ‚anima‘ wie ein langsam wachsender, atmender organismus zwischen musikinstrument, pflanze und mensch; die töne und sounds verwandeln sich, oszillieren zwischen klang und geräusch hin und her und machen den eindruck, dass sie schon immer hier waren und auch genau hier hingehören.
alles in allem würde man dieses album wohl unter ambient oder dub einordnen. man merkt jedoch schnell, dass hier die grenzen viel, viel weiter gesetzt und auch einiges konsequenter ausgelotet wurden als zuvor in diesen genres, so dass man hier tatsächlich von einem meilenstein sprechen kann.
schlussendlich ist auch das cover eine wahre augenfreude und korrespondiert sehr gut mit der warmen musik, die sich darunter verbirgt.
phonogram 1991
yeah, baby, ein klassiker! von aussen ganz bestimmt eine der hässlichsten platten, die jemals dem tageslicht ausgesetzt wurden, akustisch jedoch etwas vom feinsten, das je aus schweizer landen zu hören war. dieter meier und boris blank (die beiden schnauzträger mit den lustigen anzügen, die so freudlos vom cover gucken) lieferten mit ihrem siebten album ein gnadenlos perfekt produziertes elektronisches meisterwerk ab. es hatte zwar nie den gleichen erfolg wie ihr vorheriges hitmonster ‚flag‘, klingt jedoch um vieles interessanter und abwechslungsreicher.
der bekannte und unverwechselbare yello-sound mit stakkato-samples, leicht monotonen beats und dieter meiers sonorer stimme wird variiert und angereichert mit lateinamerikanischer perkussion, rock-gitarren und einflüssen aus der filmmusik. grandioser bombast schleicht sich ab und zu ein, wird aber immer wieder mit feinem humor und filigranen, genau durchdachten arrangements durchbrochen. überhaupt ist die choreografie dieses albums bemerkenswert und fast unerreicht – song für song und ganz gelassen wird atmosphäre aufgebaut, und bald ist man eingehüllt in die warme, fast schwebende melancholie sonniger herbsttage. wie schon gesagt: ein klassiker!
01. homage to the mountain
02. rubberbandman
03. jungle bill
04. ocean club
05. who’s gone?
06. capri calling
07. drive/driven
08. on the run
09. blender
10. sweet thunder
7b records 2004
yeah, das zweite album von monoblock b… etwas mini, aber oho! 2 ältere und 5 neue tracks voll mit bratzigen basslines, slammenden beats und rockender energie, dick und massig und bösartig wie ein gereiztes rhinozeros.
wie eben dieses muss es allerdings zuerst in die gänge kommen, und so schiebt sich ‚hit 1‘ schwerfällig über die startlinie, mutet anfangs ziemlich unauffällig an und zieht den hörer trotzdem immer mehr in seinen bann. ‚trigger happiness‘ zieht das tempo noch ein bisschen an, lässt den rauhen beats mehr raum und vermag in seiner unaufgeregtheit und zielstrebigkeit sehr zu gefallen – kommt allerdings niemals an die verspielte schwere und kontrollierte wucht des dritten stücks ran. hier ist der titel programm, und monoblock gibt uns mehr: mehr bass, mehr beats, mehr effekte. man wird überrollt von tieffrequentigem, eruptivem knarren, knarzen und wummern und das dumpfe stolpern der drums treibt das ungetüm unerbittlich nach vorne: eine dampfwalze von einem track!
von hier an kann auch nichts mehr schiefgehen, die platte entwickelt sich mehr und mehr zu dem schon eingangs erwähnten, schwitzenden ungetüm aus knochen, fleisch und horn und überzeugt nur schon dadurch. dass es dann noch so unverschämt und direkt in die beine und den nacken fährt, wird bestimmt auch niemanden traurig machen.
01. hit 1
02. trigger happiness
03. we want more
04. control
05. frankfurt
06. digital man
07. xxx crack
spezialmaterial records 2002
wer monoblock b schon mal live erlebt hat, der weiss, dass er rockt. und das richtig, so dass sich der dancefloor meist schon nach fünf minuten in einen schweissdurchdränkten hexenkessel verwandelt. zuckende beine, bangende köpfe und grinsende gesichter sind anzeichen dafür, dass dieser vergnügte springteufel hinter dem keyboard wieder mal das versammelte publikum in der tasche hat und auch ganz gut damit umgehen kann. seine slammenden elektrobeats und triefendfetten synthbässe bleiben immer unkompliziert, wie sichs gehört, aber hart und extrem druckvoll, und auch die anfangs immer ein wenig unbeholfen wirkenden melodien unterstützen die energetische performance überraschend gut.
hört man sich nun ‚alarm‘, sein erstes album, an, so stellt man erfreut fest, dass diese qualitäten ziemlich unverändert auf den tonträger übernommen wurden. was allerdings live hervorragend funktioniert, kann ab compact disk auch nerven töten, und das wird auch dieser platte zeitweise zum verhängnis: nicht immer genügt purer druck und energie, um einen track interessant zu halten, und oft sind die variationen in tempi und klangfarben klein, so dass zeitweise monotonie aufkommt. aber trotzdem: monoblock_b rockt auch da, und so macht man die anlage so laut wie irgend möglich und kopf und beine mitwippen.
01. panning md
02. gruenpop
03. aktron
04. hit 1
05. hit 2
06. esp 16 link
07. die ankunft
08. wave one
09. frankfurt
10. eslink 4 (bubble song) b34
11. who are you?
12. organic
13. big city girl*
14. the king must die
* fizzerpop feat. monoblock b, by bronski beat
–
ist das nun ein mix-album, selbstproduziert, oder was dazwischen? mein lieblings-dj aus zürich hat mit diesem ersten werk ein ganz eigenes, elegantes dubmonster erschaffen. absolut nicht vergleichbar mit seinen dj-sets, die den groovenden electrotrash aufs podium heben, wird hier während einer guten stunde eine sanfte, warme hall- und echolandschaft ausgebreitet. tiefe und angenehm modulierte 4/4-bässe dienen als unerschütterliches fundament, unaufdringliche hihats als raster, auf dem die sparsam eingesetzten snares und obertöne ihre volle wirkung entfalten können. auch die eingestreuten schnipsel menschlicher stimmen wirken nie zufällig oder effekthascherisch, sondern erhalten die spannung und vermitteln den eindruck, immer tiefer in ein ständig sich wandelndes universum vorzudringen. das rauchen einer dicken tüte ist beim genuss dieses werks absolut empfehlenswert und erhöht den genuss dieser entspannenden reise.
01. –
02. in dub
wonder records 2004
enik kennt man vielleicht schon als die neue stimme vom funkstörung-album, wo er einen grossteil der gesangsparts übernahm und mit seiner sehr eigenen stimme deren anhängerschaft zutiefst spaltete. nun liegt sein erstes mini-album vor, und auch hier sind geschmäcklerische grabenkriege schon abzusehen.
enik’s organ ist absolut einzigartig, sein gesang lebt von übertreibungen – sowohl emotional als auch tonal – und einem hohen, aber dennoch rauhen timbre. er windet und schlängelt sich um die musik wie der efeu um einen windschiefen baum, stützend und getragen zugleich – eine perfekte, aber labile symbiose, immer auf der schmalen kante zwischen lächerlichkeit und wahnsinn. schnell schiessen vergleiche mit super collider oder tom waits durch den kopf und sind auch nicht von der hand zu weisen, trotzdem werden sie dieser platte nicht gerecht. dafür ist die musik zu eigenwillig, zu eigenständig. die songs verweigern sich erfolgreich dem strophe/refrain-schema, sie mäandern vielmehr durch verschiedenste stimmungslagen und energielevels, drehen unvermittelt auf und reissen sich plötzlich wieder zusammen. das ist oft so überraschend wie es passend ist und wirkt doch nie aufgesetzt – ich mache jede wette, frank zappa hätte freude an diesem jungen! dazu kommt eine soundvielfalt, die ihresgleichen sucht: akkustische instrumente wie cellos, pianos und bongos werden gern und oft eingesetzt, aber auch hypereditierte funckarma-breaks, digitale restgeräusche und field-recordings findet man an jeder ecke. das ist auch einer der gründe, dass man sich dieses werk immer und immer wieder anhören kann und dabei dauern neue kleine, glitzernde juwelen entdeckt.
ich muss gestehen, ich war selten so gespannt, wie sich ein künstler von seiner ersten platte an wohl weiterentwickeln wird. ich lasse mich gern überraschen!
01. micro ocean
02. how to destroy
03. chaos the drug
04. tired heads
05. taxi
06. diamond city