evil rave!

evil rave!

evil rave – openair party & grill: sa. 16.08.08 – autobahnbrücke, zh
ab 21h…

live:
syndrome wpw – http://www.myspace.com/syndromewpw
schnauz – http://www.myspace.com/korsettmustache
bit tuner – http://www.myspace.com/bittuner
la bombe – http://www.quiet.ch/records

& dj:
bronko b. – http://www.myspace.com/bronkobitch
the dean soniks – http://www.myspace.com/thedeansoniks

und ‚türlich wieder mit preparty: http://werdinselopenair.ch/

approx. timetable:

21:00 – open end: grill mit wurst + salat, bring auch dein ding…

21:00 – 23:30 tds / bit / bombe intro
23:30 – 00:00 la bombe live
00:00 – 01:00 bit-tuner live
01:00 – 02:00 tds dj
02:00 – 03:00 schnauz live
03:00 – 04:00 syndrome wpw live
05:00 – 10:00 bronko b.

map.search + hinkommen

 

johnny to – man jeuk (the sparrow)

hong kong 2008

ein eleganter, leichter und warmherziger film, wie wohl viele ihn aus hong kong zuletzt erwartet hätten. simon yam spielt den lebemann und taschendieb kei, der mit seinen ‚brüdern‘ bo (ka tung lam), mac (kenneth cheung) und sak (wing-cheung law) die stadt auf charmante und gewandte art und weise unsicher macht. eines tages bestiehlt er auch chung chun lei (kelly lin), womit probleme und verwicklungen dramatischer, jedoch auch komischer und romantischer natur ihren lauf nehmen.

simon yam spielt seine rolle als meist gutgelaunter und galant-eleganter kleinkrimineller hervorragend und kelly lin überzeugt als die geheimnisvolle, viel ernsthaftere chung chun. überhaupt ist der cast grossartig und auch die wenigen nebenfiguren wurden toll besetzt. ein fast noch wichtigerer darsteller jedoch, von johnny to und kameramann siu-keung cheng liebevoll und meisterhaft in szene gesetzt, ist das aktuelle, moderne und pulsierende hong kong mit seinen verschiedensten bewohnern – bei tag und nacht und in unterschiedlichsten farbtönen und wetterlagen.

der film nimmt sich meist nicht allzu ernst, was ihm sehr gut tut. die komischen, manchmal absurden szenen wirken nie unpassend, sondern ergänzen die ernsteren und nachdenklichen hervorragend. ein sehr empfehlenswerter film, auch und vor allem für leute, die aus hong kong nur die kung-fu und harten gangsterfilme kennen.

man jeuk auf imdb

 

benga – diary of an afro warrior

tempa 2008

dies ist eines der ganz grossen und mächtigen elektronischen werke dieses jahres und das beste bis jetzt im ganzen, unterdessen unüberschaubaren bereich des dupstep überhaupt. und dies nicht nur, weil es eines der ersten alben eines der bekannten produzenten dieses genres ist, das diese bezeichnung überhaupt verdient. oder etwa weil es unglaublich professionell, clean und mit einer atemberaubenden tiefe produziert ist. auch dass es mindestens vier oder fünf sichere hits vereinigt, die jeden trendsettergefüllten dancefloor zum beben bringen, hebt diesen 14-tracker noch nicht auf das erwähnte podest.

vielmehr als in allen diesen gründen liegt das geheimnis darin, trotz einer unglaublichen diversität der einzelnen teile und breite der verarbeiteten musikalischen einflüsse das gefühl eines zusammengehörigen und abgerundeten kunstwerks mit einer funktionierenden dramaturgie und einem sinn für das erzählerische zu vermitteln. nichts ist zufällig: von der covergestaltung über die anordnung der tracks (von denen viele schon songcharakter besitzen) bis hin zu einer dunklen und geheimnisvollen, jedoch selten bedrohlichen grundstimmung unterstützen sich alle elemente gegenseitig, ohne sich in den vordergrund zu drängen und so von den anderen abzulenken.

die scheinbare mühelosigkeit und sicherheit, mit der dem londoner dies gelingt, aber auch der immense fortschritt vom letzten, selbstvertriebenen album erstaunt und begeistert. gerade mal ein jahr liegt nämlich zwischen dem auch schon guten, jedoch eher skizzenhaften debut und diesem ausgereiften werk dieses mannes, der uns mit seiner musik hoffentlich noch viel zu sagen hat.

01. zero m2
02. night
03. b4 the dual
04. e trips
05. someone 20
06. light bulb
07. crunked up
08. go tell them
09. the cut
10. emotions
11. 3 minutes
12. pleasure
13. 26 basslines
14. loose synths

tempa

 

china [part 3]

13.06. – 15.06.
drei tage auf einem boot, das mit deutschen, chinesischen, japanischen, franzoesischen und belgischen touristengruppen vollgestopft ist! ganz klar der massentouristische und kulinarische tiefpunkt meiner gesamten reise, da helfen auch die schoenen landschaften und atemberaubenden schluchten, die wir durchfahren, nicht viel. andererseits kommen wir endlich ein wenig zur ruhe, koennen ausschlafen, lesen und auf dem oberdeck sonnenbaden. einige ausfluege unterbrechen die gemuetlichkeit, sind jedoch nicht von besonderem belang: die geisterstadt in fengdu laesst mich groesstenteils kalt (ich habe unterdessen wohl einfach schon zu viele prunkvolle tempel mit geschwungenen daechern gesehen), der auf einem kleineren boot erkundete nebenarm des yangtse ist auch nur eine schlucht, einfach enger, und der kontroverse und von mir langerwartete dreischluchtendamm ist im nebel kaum erkennbar und betreten darf man ihn auch nicht.

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china [part 2]

05.06. – 07.06.
ankunft in shanghai (google maps) gegen mittag, nach knapp 13 stunden fahrt. die stadt ist trotz ihrer naehe zum meer in smog gehuellt und praesentiert sich uns schon von anfang an von ihrer schwierigen seite: schmutzig, eng, von chaotischen baustellen ueberzogen und mit dauernd verstopften strassen. dieser eindruck will waehrend unseres gesamten aufenthalts nicht ganz weichen, und ehrlich gesagt wundere ich mich, wie sich ihr weltruf, eine der wichtigsten trendstaedte der welt zu sein, in den letzten paar jahren so etablieren konnte. klar, wenn man reich ist und sich sehr gut auskennt, bietet diese stadt bestimmt so ziemlich jedes vergnuegen, das man sich vorstellen kann, und die geplante stadtentwicklung fuer die naechsten 12 jahre laesst wohl jedem europaeischen staedteplaner den kiefer runterklappen. nightlifetechnisch und kulturell ist jedoch – abgesehen von ein paar guten museen (das museum for contemporary art sei hier speziell erwaehnt) und einem riesigen angebot fuer kaeuflichen sex – mehr oder weniger tote hose angesagt und die preise sind sogar im vergleich zu peking sehr hoch.

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china [part 1]

na gut, dann fang ich mal an mit einer zusammenfassung meiner letzten drei wochen im reich der mitte. das ganze natuerlich sehr grob und weit entfernt von jeder vollstaendigkeit – sonst bin ich meine ganzen verbleibenden zwei tage hier in hong kong nur noch am tippen. zuhause werde ich den bericht noch mit einigen fotos und links ergaenzen.

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hong kong

gestern hier in kowloon angekommen und damit endlich wieder zugriff auf meinen blog. festland-china hat wordpress gesperrt, hoechstwahrscheinlich wegen der vielen kritischen und politischen blogs, die sich auf dieser plattform herumtreiben. auch der tagi und bbc waren zeitweise nicht zu erreichen, je nachdem, welche nachrichten gerade auf der frontseite standen. meine persoenliche meinung ueber dieses vorgehen moechte ich an dieser stelle mal aussen vor lassen.

fragt sich nun natuerlich, ob ich mein gesamtes chinareise-tagebuch (welches ich brav von hand weitergefuehrt habe) nachtraeglich hier abtippen soll. heute abend gurkts mich allerdings grad ziemlich an, damit zu beginnen. ausserdem ist es schon ziemlich spaet und ich bin sehr muede, auch wenn dieser am dichtest bevoelkerte flecken dieser welt, in dessen herz ich mich grad befinde, niemals schlaeft. hong kong ist ganz klar etwas vom verruecktesten, das ich jemals erleben durfte und bombardiert jeden besucher geradezu mit sensorischen sensationen aller art – und es ist ja nicht so, dass ich in den vergangenen drei wochen in dieser hinsicht keine abhaertung erfahren haette!