bald gehts weiter nach peking

so, mein letzter beitrag aus ulan baator… morgen frueh besteige ich den zug nach peking, wo ich uebermorgen nachmittag eintreffen werde.

vorgestern bin ich nach dreieinhalb tagen im gorkhi tereldj-nationalpark (besser bekannt unter terelj-national park) in die hauptstadt zurueckgekehrt. dieser aufenthalt auf dem land war leider viel zu kurz… die landschaft ist absolut ueberwaeltigend, das wetter war – bis auf den letzten tag, an dem es geschneit hat –  erstaunlich mild, wenn auch am ersten tag sehr windig. am zweiten hatten wir jedoch 30 grad, herrlich! karge bergzuege, eine endlose weite und absolute ruhe lassen jeden besucher gleich mal fuer eine weile verstummen und sich ziemlich klein fuehlen. fuer mich ist klar, dass ich irgendwann wieder dahin zurueckkehren werde, und zwar ganz bestimmt fuer laenger als nur drei tage. auch von der wueste gobi werde ich nun nicht viel mehr mitbekommen, als ich morgen aus dem zugfenster sehen werde. wenn ich in peking nicht meine china-reisegruppe zu treffen haette, wuerde ich wohl meinen aufenthalt hier in der mongolei gleich um eine woche verlaengern.

jurten - meine unterkunft im nationalpark

kamele, schafe und ein pferd

zurueck in der hauptstadt mutet der verkehr und laerm noch viel moerderischer und wahnsinniger an… trotzdem gewoehnt man sich schnell wieder daran, um fingerbreiten vor einem autobus ueber die strasse zu huschen und sich von neureichen in aufgemotzten land rovers anhupen zu lassen. und schon nach einem tag ist mir diese stadt eigentlich wieder sehr sympathisch. ausserdem fuehlt es sich gut an, mal wieder zu duschen (auch wenns meist nur kaltes wasser ist) und uebers internet mit der grossen welt in verbindung zu treten (auch wenn der strom immer wieder in ganzen stadtteilen fuer stunden ausfaellt).

gegenverkehr

stop-aids-kampagne

das wetter in ulan bator ist ein ganz eigenes thema: wie ich schon geschrieben habe, hat es geschneit und war ziemlich trueb und grau, als ich aus dem nationalpark zurueckkam (nachdem vorher grandioses sommerwetter herrschte). gestern war hingegen wieder mild und um die zwanzig grad mit leichtem wind. heute morgen lagen dann 5-10cm schnee, der unterdessen schon wieder unter der fruehlingshaft sanften sonne geschmolzen ist (wir haben grad 14:00 uhr). da soll ein mediterran gepraegter europaer noch drauskommen… trotzdem ist das hier ganz normal, da streng kontinentales klima herrscht und ulan baator auf 1500 meter ueber meer in einem von ueber 2000 metern hohen bergen umgebenen kessel liegt. der fruehling hat hier erst begonnen, und der sommer dauert nur zwei monate – von mitte juni bis mitte august. ende august gibts schon wieder die ersten nachtfroeste, und kurz darauf den ersten schnee.

ungefaehr 10 uhr, aus dem hotelzimmer

ungefaehr halb elf vor dem hotel

man kann sich also vorstellen, dass ich mich sehr auf die ungefaehr 25 – 30 grad in peking freue. ausserdem ist ulan baator im internationalen vergleich wirklich sehr provinziell und ich habe das gefuehl, dass ich langsam aber sicher alles wirklich touristisch sehenswerte abgeklappert habe… nicht dass es hier dadurch langweilig wuerde, dafuer gefaellts mir viel zu gut. heute nachmittag besuche ich nochmals das gandan-kloster (das groesste aktive kloster und religioese zentrum des landes), welches die tibetanische variation der buddhistischen lehre und somit ueber 90% der mongolischen glaeubigen vertritt. die restlichen 10% prozent verteilen sich auf christentum, schamanismus und taoisten.

uebrigens: ich habe den letzten artikel noch mit diversen links zu wikipedia-seiten und google-maps ergaenzt – fuer die, dies interessiert.

 

3 Gedanken zu „bald gehts weiter nach peking

  1. Avatar von blickenstorfer

    ein grosses danke schön für die berichte !!!!! papi sagt, sollst für uns grad reservieren!!!! erweckt ja in einem richtig den reiselust!!!! küssli… pama

  2. Avatar von Joni

    hey Chrigi,

    isch ja voll de Hammer. Ich möcht au. Ich wünsch Dir no en u schöni Ziit und freu mi natürli denn au wenn mit 3 millione Bilder und Gschichte heichonsch. Bis denn und mit liäbä Grüess, Joni

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