fanu – breakbeat brew ep

lightless digital 2012

fanu mag kaffee sehr, das hat er schon mit seiner letzten ep ‚coffee crazy‘ im juni klargemacht. nun kommt mit ‚breakbeat brew‘ seine zweite ode an das schwarzbittere gebräu heraus, und wenn man sich die platte zum ersten mal durchhört, wird einem schnell klar, dass diese zuneigung nichts an leidenschaft eingebüsst hat – ganz im gegenteil! die breaks sind frenetischer und tighter als je zuvor, die samples und ideen sprudeln nur so über vor experimentierfreude und über die ganze ep ist dem finnischen produzenten eine ansteckende begeisterung für breakbeats und dichte athmosphären anzuhören. diese begeisterung, gepaart mit der gewohnten meisterschaft des langjährigen beatschmieds, ergibt in diesem fall eine unglaublich abwechslungsreiche platte mit fünf tracks, die sich alle in verschiedene richtungen bewegen und trotzdem durch eine überragende produktion und ein perfektes mastering zusammengehalten werden.

gleich am anfang wird schon mal kräftig auf die pauke gehauen und mit ‚about life and death‘ ein energiegeladener dancefloortrack präsentiert, wie er von fanu schon länger nicht mehr zu hören war. spannungsgeladenes intro, bedrohliche athmosphäre… nichts neues eigentlich – bis einem plötzlich die edits um die ohren fliegen und eine dreckige acidline, wie sie squarepusher nicht besser hinbringen würde, das hirn aus dem körper katapultiert. ‚monkey got chocked‘ überrascht mit einem oldschool-intro und perfekt eingesetztem tom waits-sample und die nachfolgenden beats errinnern an alte krust oder dope dragon-platten, als jump-up noch überraschend und aufregend sein durfte. kleine details und breakdowns lassen immer wieder aufhorchen, sax- und flötensamples schwirren vorbei – und dann ist es plötzlich vorbei. aufgefangen wird man von ‚my drumming sucks‘, einem downbeattrack mit stark technoiden einschlägen und dreckigem 303-bass, welcher ab mitte des tracks durch eine zweite, höhergelegte acidline ergänzt und akzentuiert wird. absolut dancefloortauglich und mit grossem potential zum überraschungshit des abends. anschliessend wartet schon eine weitere überraschung: fanu versucht sich in ’slack and roll‘ an einem 2-step-beat, und zwar im stil alter droppin science-stepper! natürlich kann er’s nicht lassen und streut massenhaft fills, breakdowns und kleine verzierungen ein, die dem ganzen seinen persönlichen stempel aufdrücken, aber eigentlich hat er mit diesem track einen überraschend konventionellen und fast schon klassischen drum’n’bass-dancefloor track produziert. diese linie verfolgt auch rescue in seinem remix, nur dass er sein augenmerk noch verstärkt auf die synths, stabs und warmen flächen legt, die beats ein wenig begradigt und den bass beim ersten drop so hart einsetzen lässt, dass wohl jede spätnächtliche crowd nochmals aus dem rausch gerissen wird, um auf den fast schon trancig anmutenden beats in den morgen zu tanzen.

01. about life and death
02. monkey got choked
03. my drumming sucks
04. slack and roll
05. slack and roll (rescue remix)

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