soult – soult month oktober mix

der soult month blog wurde hier auch schon erwähnt, aber in letzter zeit leider sträflich vernachlässigt. das durchhören der verpassten mixes macht gerade einen riesigen spass: monatlich eine halbe stunde musik exzellent gemischt, immer mit einer stilististischen oder thematischen linie irgendwo zwischen techno, zeit, ambient und raum.

für den oktober-mix hat soult die kassettendecks wieder abgestaubt und mit diesem fast schon vorsintflutlichen medium einen düsteren, seltsam hypnotischen tagtraum erschaffen, der die zeit langsam und unaufhaltsam gerinnen lässt. ganz ohne beats, dafür mit einer überraschend breiten palette von geräuschen, klängen und atmosphären wird sich hier ins hirn geschlichen und platz besetzt, bis die realität diese leicht unwirkliche färbung erhält. wie eine mentale sonnenbrille lässt sie details im schatten verschwimmen und verpasst der welt einen grundton, der sinn und zweck an wichtigkeit verlieren lässt. dass dieser effekt eintritt, hat natürlich viel mit soults gekonnter kombination der rohstoffe zu tun, doch auch diese sind von hoher qualität: material von jen reimer und max steins hula honey-tape, soults eigenem alias dubbling crack monster, cédric stevens aus belgien und machinefabrieks livemaze-tape auf chemical tapes wird umsichtig und liebevoll geschichtet, verknüpft und ausgebreitet.

aitor throup x nowness mit noomi rapace und flying lotus

aitor throup – bekannt von seinen arbeiten mit damon albarn und magazinen wie i-d, gq und vogue hommes – hat mit noomi rapace einen superästhetischen kurzfilm gedreht, der sich mit seiner thematik perfekt in sein konzept der ‚new object research‚ einfügt. noomis körper wird in konzentrierter handarbeit mit gipsgitter nachskulpturiert, das entstehende objekt zum kunstgegenstand erhoben. ausserdem wir mit der aufteilung des films in sieben kapitel eine zweite ebene eingeführt, die den schauspielerischen prozess der aneignung einer rolle in direkten bezug setzt zum küntlerischen prozess des skulpturierens.

eine dritte, alles verknüpfende ebene wird durch flying lotus ausgerollt: mit sechs bisher unveröffentlichten tracks begleitet er den prozess der aneignung bzw. abstrahierung und erzeugt durch hypnotische bleeps und diskrete beats eine intime grundstimmung, die sich je nach kapitel zwischen konzentrierter beschäftigung und befriedigter passivität bewegt.

den ganzen film auf nowness ansehen: noomi rapace by aitor throup

apropos flying lotus: am 6. oktober erscheint nach mässig langer hype-phase endlich sein neustes album ‚you’re dead‚ auf warp.

SHITBOX / CHRISTIAN WOLFARTH SOLO

klingt gut!

Avatar von citysurvivor Neue Musik @klubi

bild-wolfarth-shitbox-site

CHRISTIAN WOLFARTH SOLO (Zürich)
Becken

Unendliche Fläche, Drones, die sich durch die Zeit winden. Perkussion ohne Schlag, akustische Elektronik, vielstimmig gewaltiges Dröhnen der Becken Christian Wohlfarths. Zeit und Raum dehnen sich aus in meditativer Intensität.

http://www.christianwolfarth.ch/pages/release/acoustic-solo-percussion-vol.-1-27.php

SHITBOX
FABIAN JUNG (Berlin) Perkussion
NATHAN BONTRAGER (New York) Cello / Stimme

Chaotisch, gehetzt, urban trifft sich das quietschende Cello Nathan Bontragers mit der kratzenden Basstrommel Fabian Jungs, um zusammen unerwartet taumelnd in eine verwunschene Märchenwelt einzutauchen. Plötzlich sich wandelnde Klänge auf der Suche nach psychedelischen Welten zwischen Noise und Neuer Musik, weissem Rauschen und industriellem MInimalismus, Punk und konzeptuellem Exzess.

https://soundcloud.com/bontragernathan/shitbox-at-peppi-guggenheim-berlin

DJs

Nick! (Zürich)
Shift&Tab (Zürich)

141011-icon
Flyer

Ursprünglichen Post anzeigen

jungle war dubs

für alle, die im getümmel des neuesten, von etch gestarteten jungle dub war den überblick verloren haben, gibts jetzt die zusammenstellung von dsz intel. von sully und om unit über gantz bis hin zu fanu und dawn day night mischen so ziemlich alle mit, die in den letzten monaten und jahren die welt zwischen bass music, dubstep und drum’n’bass belebt und bereichert haben. schön, mal wieder so dreckig-zackig produzierten sound zu hören!