klassik im club 2 – morgen
links:
deborah marchetti
plaza club
klassik im club 1 – heute
heute und morgen gleich zwei nächte, die klassische musik interdisziplinär und unter zuhilfenahme von ungewohnten inszenierungen im clubrahmen erforschen. heute geschieht das im eher aufwendigen rahmen im blok, morgen intimer und minimalistischer im plaza.
links
kurztrailer ynight
malinowski visuals live
die malinowski story – part 1
giovanni sollima sonnets et rondeaux
judd greenstein, be there (indie classical aus brooklyn)
radiohead – paranoid android
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phucking happyend – bitter sweet remix ep
hula honeys/korsett kollektiv 2012
eine schöne platte ist da entstanden, aus dieser erstmaligen kollaboration dieser zwei relativ jungen schweizer label. man spürt, dass viel leidenschaft und freude an der musik, viel liebe zum detail und spass an der zusammenarbeit in diesem release stecken. eine solide, kartonfarbene hülle und die covergestaltung im siebdruck – auch dies das ergebnis gemeinsamer kreativer anstrengungen der beiden hausgrafiker pozzo (hula honeys) und amadeus waltenspühl (korsett kollektiv) – vermitteln diesen eindruck auch taktil und visuell.

akkustisch überzeugt die platte durch ihre tadellose produktion und ihren unaufgeregten abwechslungsreichtum, der auf einer remix-ep selten genug zu finden ist. das original von phucking happyend bietet jedoch auch eine sehr dankbare basis, um eigene ideen darüber zu entwickeln: ein aufgeräumter, tanzbarer schnippbeat, klar perlende synths und eine prägnante basslinie sind die sparsam und wirkungsvoll eingesetzten hauptelemente dieses gutgelaunten midtempo-steppers. macht sich in jedem wonky- und bassmusic-set hervorragend!
kackmusikk lebt hier wie schon auf krst03 seine faszination für juke, footwork und den dancefloor ganz allgemein aus: die 808 rollt, dass es eine wahre freude ist, die vocals stottern sich zwar stilgerecht, aber nie nervend ins stammhirn und die subbässe beulen schon bei moderaten lautstärken eine anständige stahltür aus. ein absolut grossartiger spass und garantierter tanzflurfüller.
auf der b-seite gehts gleich weiter mit fetten bässen: nik! wirft seine hula-dubbox an und schenkt uns einen einblick in seine ganz eigene vision von dubtechno: organisch, roh und anfangs schwerfällig schlurfend, dann immer beschwingter und leichtfüssiger. die orgeln gurgeln bekifft und die echos jagen sich gegenseitig durch den blauen rauch… aber irgendwo weit unten zieht der bass stoisch sein ding durch.
somtek haut mit seinem phaser edit in die selbe dubtechno-kerbe, aber heraus kommt etwas ganz anderes: ein elektronisches, unheilvoll heranrollendes bassmonster mit verzerrten kicks, klaustrophobischen echos, mechanischen klickgeräuschen und, nur selten, aus dem nichts heraustropfenden, funkelnden synths. in seiner düsterkeit und drängenden unruhe kann er sich an den besseren muslimgauze- und shackleton-tracks messen.
die platte klingt absolut rund und ausgewogen – bob macc (subvert central) hat ganze arbeit geleistet und dem release mit seiner arbeit den abschliessenden stempel aufgedrückt. zu kaufen gibt es die scheibe ab morgen, dem 25. oktober 2012 sofort, online und hoffenlich auch in einigen plattenläden.
01. bitter sweet
02. bitter sweet – kackmusikk changes everything remix
03. bitter sweet – candy dub by nik!
04. bitter sweet – phaser edit by somtek
korsett kollektiv links:
www.korsettkollektiv.com
store.korsettkollektiv.com
www.facebook.com/korsettkollektiv
www.twitter.com/korsettluzern
www.vimeo.com/korsett
hula honeys links:
www.hulahoneys.net
www.hulahoneys.bandcamp.com
www.facebook.com/HulaHoneysRecords
www.twitter.com/hulahoneys
www.youtube.com/allthehoneys
various artists – colossal heads one
colossal heads 2012
und gleich nochmals ein vielversprechendes neues label, diesmal aus melbourne. gegründet wurde es von rory mcpike, der sich und seine freunde mit dieser überaus sympatischen ep erstmals der öffentlichkeit präsentiert. die sounds bewegen sich meist ziemlich sicher in dem grossen, weiten feld zwischen instrumental hiphop, ambient und sampledelica, lassen sich allerdings auch gerne mal auf einen flirt mit den neusten r’n’b-variationen und funk ein. dabei fallen dem hörer beim ersten durchhören weniger die einzelnen tracks als vielmehr der innere zusammenhalt und meist gemächliche fluss der platte auf.

beim wiederholten anhören können die stücke jedoch ein beträchtliches eigenleben entwickeln: ‚love lock‘ von sean mcpike groovt in derart entspannter kifferlaune dahin, das es nightmares on wax zur ehre gereichen würde,’king charles‘ lässt ein piano auf langen echos langsam durch unendliche hallräume über spärliche klickerbeats schweben und samuels ’sausage dog‘ mündet nach einem kleinmädchenintro und sphärisch-kühl unterorgelten beats in einen absurd verdrehten mutant eines freakwater-samples. dies alles und noch mehr kommt so sympatisch daher, dass man den colossal heads nur gratulieren und auf zahlreiche weitere releases hoffen kann.
01. samuel – tuna fish
02. sean mcpike – love lock
03. minus 1 – reality
04. rory mcpike – king charles
05. samuel – sausage dog
06. deebis – danaca
colossal heads auf bandcamp
colossal heads auf soundcloud
rory mcpike auf soundcloud
ricky force & mecca – dublin1/you’ll never know
pressin hard records 2012
man kann darüber streiten, ob es heute noch sinnvoll ist, ein neues jungle-label aus der taufe zu heben. klar ist jedoch: wenn man es macht, dann so! ricky force bewegt sich nun schon lange im jungle von dublin, hat zahllose tracks und mixes gratis und auf einschlägigen netlabels wie exegene veröffentlicht und erröffnet nun den reigen seiner releases in eigenregie mit einer bombe, wie sie sich viele jungleheads insgeheim schon lange wünschen. ‚dublin 1‘ lässt uns die amens nur so um die ohren fliegen und errinnert an den unverwechselbaren style, mit dem bukem in den neunzigern unnachgiebige härte und sanfte flächen zusammenführte. allerdings ist das ganze unterdessen so viel besser produziert, dass sich auch der grösste skeptiker fragen muss, ob das angehende old school-revival nicht vielleicht doch seine berechtigung hat.
dies gilt auch für den zweiten track, für den der labelboss mit dem jungen und vielversprechenden marcel moorcroft alias mecca zusammengearbeitet hat. die stimmung ist hier jedoch düsterer und die beats nicht ganz so vorwärts orientiert, dafür entsteht hier eine athmosphäre, die in ihrer dichte und bedrohlichkeit an die besten filmisch inszeniertes endzeitszenarien heranreicht.
diese 12″ ist limitiert auf hundert stück, also schnell zugreifen!

01. ricky force – dublin 1
02. ricky force & mecca – you’ll never know
pressin hard records
ricky force auf soundcloud
mecca auf soundcloud
demegy – landing/chnorz
korsett kollektiv 2012
schon ne weile her, diese platte. aber einerseits hat gute musik kein verfallsdatum, andererseits möchte ich bis zum erscheinungstermin der hon09/krst05 ein paar releases aufarbeiten, die mir in den vergangenen monaten wichtig geworden sind und so auch endlich wieder mal ein paar reviews älterer platten auf den blog stellen, bevor ich mich dann wieder vermehrt den aktuellen veröffentlichungen widme.
demegy begibt sich mit seinem zweiten release auf dem korsett kollektiv-label nach ‚if it’s you‚ in seine bislang düstersten musikalischen abgründe. unter einsatz fast schon ‚klassischer‘ dubstep- und ambient-elemente wird hier auf einem äusserst massiven bassfundament eine unglaublich dunkle und bedrohliche, industrielle athmosphäre generiert. gerade ‚landing‘ errinnert mit seiner hypnotischen langsamkeit und den spärlichen, aber punktgenau gesetzten beats an grosse momente von mick harris aka scorn.
‚chnorz‘ ist, vor allem für beherrscher des schweizerdeutschen idioms, einer der akkuratest betitelten tracks ever. aber auch anderssprachigen dürfte die lautmalerische qualität des tracktitels und sein bezug zur vielfach verwursteten, sich endlos windenden basslinie auffallen. sie ist schliesslich auch das tragende element dieses eindeutig tanzbareren und aggressiveren der beiden tracks und trägt die trocken abgehangenen beats über die zahlreichen, präzisen lücken und atempausen. möglichst laut hören, am besten in einem club!
01. landing
02. chnorz
demegy
demegy auf soundcloud
korsett kollektiv
korsett kollektiv auf bandcamp
phucking happyend auf hula honeys / korsett kollektiv
eigentlich war es absehbar und überfällig: die musikalischen überzeugungstäter der hula honeys wagen den temporären schulterschluss mit dem grossartigen korsett kollektiv und präsentieren uns am 25. oktober einen neuen 4-tracker. der titeltrack ist von fabian wey aka phucking happyend, der schon auf dem ersten korsett-release mit einem remix von demegys und somteks breakshake-track auf sich aufmerksam machte. war seine interpretation damals noch reichlich roh und perkussiv, wird uns hier nun eine viel melodiösere und hypnotischere seite eines musikalischen spektrums geboten, das sich vornehmlich aus breaks und beats verschiedenster musikalischer abarten und bastarde zusammensetzt: hiphop, bass music, wonky und 8-bit werden zitiert.
dazu gibts 3 remixe von kackmusikk, nik! und somtek, von denen man sich kackmusikks ‚changes everything remix‘ schon heute auf der entsprechenden bandcamp-seite anhören kann. ein anständiges review von meiner seit gibts dann, wenn die platte draussen ist.
hier noch der pressetext:
„Heavy Weight Bass Music“ made in Switzerland: The two long-time companion labels Hula Honeys and Korsett Kollektiv join forces to present the Bitter Sweet Remixes, outlining current Bass Music between Wonky, Footwork, Dubstep and Rave.
With the original track Bitter Sweet, Phucking Happyend sets up the prototype of a floor killing track: walls of synth-sounds, piling up arpeggiator figures and a stepping beat aim at the floor from the first moment on – a key track in any Wonky, Abstract Hip Hop or Rave-Set.
The remixers focus on other elements: Red Bull Music Academy 2011 participant Kackmusikk sends the percussion back to the 80ies in his „Kackmusikk Changes Everything Remix“ – the stabs, thundering snares and sweet vocals, work the woofers in the best Footwork manner.
On the flip, Nik! focusses on the offbeat, the organ stabs and the bleeps: his „Candy Dub“ adds an acid bass line to the original and rolls out at smooth 132BPM.
Somtek caters for the pressure from way down: his „Phaser Edit“ rolls and rattles over a bed of distorted kicks, while the arpeggiator sounds fly through the room and connect Dubstep patterns with Glitch sounds.Footwork, Wonky, Dubstep, Rave: these tracks are a hommage to the bass-oriented dance floors around the globe and they prove the quality of an emerging generation of producers who develop current musical styles further with independant tracks further.
Links Korsett Kollektiv:
www.korsettkollektiv.com
store.korsettkollektiv.com
www.facebook.com/korsettkollektiv
www.twitter.com/korsettluzern
www.vimeo.com/korsett
Links Hula Honeys:
www.hulahoneys.net
www.hulahoneys.bandcamp.com
www.facebook.com/HulaHoneysRecords
www.twitter.com/hulahoneys
www.youtube.com/allthehoneys





