She’s Drunk – Mix For The Astral Plane

diesen mix habe ich mir in den letzten tagen bestimmt 20 bis 30-mal angehört. für mich ein absolut perfektes beispiel eines tighten dancefloor-mixes. würd den typ gerne mal live auflegen hören… the astral plane haben einen schönen text dazu verfasst, den ich hier einfach mal reblogge:

Avatar von Gabe MeierThe Astral Plane

she's-drunk-press

These days, producers often make the transition into the deejay game as their songs, bootlegs, etc. gain traction online and calls for their physical presence (read: tour money) reach a fever pitch. In the United States, this trend has become the norm as prodigious, young beatsmiths garner tens of thousands of online fans before they even touch a CDJ or Technics, but in Europe and the UK, the trend is, by-and-large, reversed. Consciousness altering, outer belt raves have become the stuff of obituaries as of late and DJs, especially in the realm of ‚ardkore, jungle and drum & bass, have been forced to seek out new contexts for their music, or worse, a day job. Hailing from Besançon, France, David Monnin is one of the many refugees of the rave scene, a ragga jungle and hardcore DJ in past life who now lives in Berlin and produces under the She’s…

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justice rivah – dub fever

wie immer anfangs monat gibts auf bassmusik.ch einen mix von einem schweizer dj oder soundsystem. für den oktober liefern nun justice rivah aus zürich und st. gallen einen wunderbar entspannten dub-mix im klassischen soundsystem-style ab: 1 turntable, 1 mikrofon, dazu ein paar sirenen, effektboxen und natürlich ein richtig grosses, fettes soundsystem. die tracks decken vom roots heavy style bis zum digitalen dubplate mix so ziemlich alles an styles und sounds ab, was das genre zu bieten hat und werden durch die effekte und prägnant gesetzte mc-einlagen aufs schönste verknüpft. dass das live noch viel intensiver funktioniert, lässt sich am 11.10. im provitreff in zürich feststellen, wo sie mit dem kiraden hi-fi-soundsystem aus dijon die wände vibrieren lassen werden.

soult – soult month oktober mix

der soult month blog wurde hier auch schon erwähnt, aber in letzter zeit leider sträflich vernachlässigt. das durchhören der verpassten mixes macht gerade einen riesigen spass: monatlich eine halbe stunde musik exzellent gemischt, immer mit einer stilististischen oder thematischen linie irgendwo zwischen techno, zeit, ambient und raum.

für den oktober-mix hat soult die kassettendecks wieder abgestaubt und mit diesem fast schon vorsintflutlichen medium einen düsteren, seltsam hypnotischen tagtraum erschaffen, der die zeit langsam und unaufhaltsam gerinnen lässt. ganz ohne beats, dafür mit einer überraschend breiten palette von geräuschen, klängen und atmosphären wird sich hier ins hirn geschlichen und platz besetzt, bis die realität diese leicht unwirkliche färbung erhält. wie eine mentale sonnenbrille lässt sie details im schatten verschwimmen und verpasst der welt einen grundton, der sinn und zweck an wichtigkeit verlieren lässt. dass dieser effekt eintritt, hat natürlich viel mit soults gekonnter kombination der rohstoffe zu tun, doch auch diese sind von hoher qualität: material von jen reimer und max steins hula honey-tape, soults eigenem alias dubbling crack monster, cédric stevens aus belgien und machinefabrieks livemaze-tape auf chemical tapes wird umsichtig und liebevoll geschichtet, verknüpft und ausgebreitet.

jen reimer & max stein – lisboa / skagaströnd

hula honeys 2014

der sechzehnte und somit neueste release der hulas kam am freitag heraus, und zwar auf tape. das klingt ungewohnt und exotisch, geht aber wunderschön auf, da jen reimer und max stein zwei je 14-minütige stücke darbieten und damit ein 30-minuten tape perfekt füllen. ansonsten muss dem medium wohl nicht allzu viel beachtung geschenkt werden, denn auch in digitaler form klingt die mischung aus ambient, noise und field recordings überzeugend genug, um nicht auf eine fast schon altertümliche abspielmethode angewiesen zu sein.

jen reimer und max stein machen musik, die wahrscheinlich live erlebt werden muss, damit sie ihre volle wirkung entfaltet. der bezug zum aufnahmeraum und das spiel mit der ihm eigenen akkustik fällt aufmerksamen zuhörern relativ schnell auf und ist auch erklärtermassen ein wichtiges mittel ihrer künstlerischen arbeit. da wir diesen raum jedoch nicht kennen und mit hoher wahrscheinlichkeit auch nie betreten werden, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns auf die musik zu konzentrieren und von ihr diese räume im kopf kreieren zu lassen. dies gelingt in diesem fall überraschend gut, da die künstler überaus umsichtig und sorgfältig mit ihrem material umgehen. langsam werden fäden gesponnen und verknüpft, flächen werden bedächtig über- und ineinander gewoben, lassen verschiedene klangfarben mal aufscheinen, mal verschwinden. umgebungsgeräusche vermitteln einen bezug zur dimension, in dem diese kleinen wunder entstehen und eine kleine weile schillern, um sich nach einer knappen viertelstunde wieder in luft aufzulösen.

beim ersten track handelt es sich bei dieser dimension um die mãe d’água, eine alte zisterne in lissabon. die prozessierten klänge werden durch den grossen, vornehmlich harten raum gebrochen und verhallt, das wasser tropft und reagiert mit vibrationswellen auf der oberfläche und der nachhall grosser geschichte schwebt noch immer im halbdunkel unter der hohen decke. ganz anders die zweite dimension, ein alter industriekamin in island. hoch und schmal, gegen oben offen und völlig dem wetter ausgesetzt entsteht hier eine viel stärker den naturgewalten ausgesetzte klanglandschaft als in dem abgeschlossenen, unterirdischen raum in lissabon. die geräusche sind roher, gewaltiger und dissonanter, die klänge dagegen fast schon ätherisch, sie setzen sich kaum gegen die naturelemente durch und ersaufen somit bald wieder in wind und wetter.

01. lisboa
02. skagaströnd

fell – fell and the incubate kidsorchestra

hula honeys 2014

musik von und mit kindern haftet oft der ruch des unprofessionellen und entweder unbeholfen verspielten oder kindisch oberflächlichen an. das niedliche und der fehlende anspruch musikalischer tiefe macht solche aufnahmen von beginn an zu reiner zöglingsdokumentation und somit elternkost.

nun, verspielt ist auch diese platte. sehr sogar. es scheint allerdings, als wenn sich fell der gefahren einer solchen zusammenarbeit mit kindern vollkommen bewusst gewesen seien. denn aus dem material, das aus einem mehrtägigen workshop für kinder am incubate-festival stammt, wurde hier eine überaus erwachsene, vielseitige und wunderschön konstruierte platte erschaffen. die knöpfe bauten selber instrumente aus alltäglichen materialien, nahmen geräusche und rhythmen damit auf, lernten auf klänge von material, körpern und sich selbst hören und reagieren. diese klänge und geräusche und die daraus entstehenden aufnahmen sind in allen vier tracks sehr präsent, werden jedoch miteinander kombiniert und mit dem elektronischen instrumentarium von toktek (nl) and simon berz (ch) in eine lockere, sehr überzeugende form gebracht. entstanden sind daraus vier stücke wahnsinnig spannender, aufregender musik zwischen ambient, sampledelica und entspannten beats, vollgepackt mit details und kleinen entdeckungen, die das anhören auch beim wiederholten mal zur akkustischen entdeckungsreise machen. dass dieses endprodukt nicht nur für erwachsene funktioniert, sondern auch den kindern gefällt, wird mir in diesem moment von meinen drei neffen und nichten im kindergartenalter klargemacht, die lautstark die dritte wiederholung von ‚tuesday‘ fordern. nichts lieber als das!

fell & the incubate kidsorchestra erscheint morgen, am 24. 07. 2014 auf hula honeys.

01. monday
02. tuesday
03. wednesday
04. thursday

le dom – citadel ep

dred collective 2014

das netlabel dred collective, schwesterlabel von ital dred und support von jungen, unbekannten produzenten, haut uns die singles momentan in zweiwochenabständen  um die ohren. und jedesmal drängen sich fragen auf: ist das bass music? juke? dubstep? grime? irgendwie schon, nur wird das ganze hier nochmals ein wenig anders dargeboten. die mäandernden trackstrukturen errinnern an electronica, wie sie planet mu seit jahren kultiviert, die samples dagegen haben mehr als nur ein respektvolles nicken für footwork übrig. die rhythmik hingegen ist purer battle-grime, voller agressiv verzerrten snares, stolpernden kicks und mächtigen, punktgenau gesetzten bässen. diese heterogenität macht das anhören nicht gerade einfacher und manchmal wünscht man sich eine klarere linie – trotzdem bekommt man hier gratis eine interessante debutsingle von einem künstler, den man im auge behalten sollte.

01. citadel
02. brain freeze

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four tet & terror danjah – killer/nasty

text 2014

kieran hebden aka four tet hat schon letztes jahr einige interessante kollaborationen angekündigt, nun bringt er die erste gleich auf seinem eigenen text records label heraus. dazu spannt er mit terror danjah zusammen, grime-produzent, labelowner und immer wieder innovator roher, effektiver clubmusik. zusammen mit hebdens hipper querköpfigkeit und unfassbarer soundpalette entstehen hier so zwei überaus tanzbare tracks voller samples und ehrfurchtgebietender bässe.

‚killer‘ ergänzt diese zutaten mit einer treibenden, hochaufgelösten rhythmik, die unvermeidlich an peverelist denken lässt, vervollständigt durch jamaikanische vokalschnipsel und gummibandartig bouncendem synth. dieser übernimmt in der zweiten hälfte den lead und wandelt den track in ein aufputschend-hypnotisches monster, bei dem man höchstens bedauert, sich ihm nicht länger aussetzen zu können.

auch ’nasty‘ zielt ganz klar auf den dancefloor, erfüllt seinen auftrag jedoch mit anderen mitteln, die sich als nicht minder effizient erweisen. die hervorragendste rolle spielt hier der gewaltige luftkissenbass, gepaart mit fantastisch synkopierten broken beats über einem trockenen vierviertelpochen, das sich durch den ganzen track zieht. terror danjahs gremlins-wasserzeichen wird dramatisch ebenso gekonnt gesetzt wie die zurückhaltenden flächen, die dem track eine düsterkeit verleihen, die ihn von der a-seite deutlich abhebt.

01. killer
02. nasty

four tet
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law holt – haters & gangsters ep

2014

sie fällt auf. zur zeit im vorprogramm der young fathers, die gerade ihre europa-tournee abarbeiten. davor in diversen spelunken in edinburgh, jetzt gerade in meinem player. und auf fotos. und überhaupt. ihre stimme ist eine naturgewalt, voll und triefend von soul, kehlig vibrierend und hypnotisch. ihr auftritt selbstbewusst, ohne verzierung oder ablenkung.

mit den young fathers teils sie den wohnort, eine vorliebe für die dekonstruktion von hip hop-beats und das untrügliche gespür für eingängige melodien. nur klingts hier noch handgemachter, persönlicher. was nicht heissen soll, dass die qualität darunter leidet. im gegenteil, die produktion ist beeindruckend klar und dynamisch und in vielen tracks findet man kleine studiogimmicks wie versteckte juwelen. dabei wird nie von der mächtigen stimme und persönlichkeit lauren holts abgelenkt, was auch kaum möglich wäre. zu stark stellt sie sich in den mittelpunkt, macht sich zum objekt und subjekt dieser platte und schafft so ein unglaublich persönliches portrait einer künstlerin, die sich dem hörer unverstellt darbietet, aber niemals unterwirft.

die ep ist gratis auf soundcloud zu finden, die tourdaten hier. unbedingt anhören!

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tribut an zezinho

ein wunderschön nostalgischer 90er-jahre baile funk und miami bass mix von einem der langjährigsten und umtriebigsten djs aus rio, sany pitbull. tonnenweise material, das man jahrelang nur in billigst aufgenommenen mixes, auf minidiscs oder kasetten hören konnte, dazu hypende mc, schnelle cuts und portugiesische jingles aller ernstzunehmender  soundsysteme, die damals in rio aktiv waren. pflichtdownload!

hier gehts zu part 1

dusky – 9t8

school 2014

auf ihrer ersten single im neuen jahr kommen dusky ein wenig ab von den melodiösen, oft sehr eingängigen vocal house und garage-hybriden und werfen ein fast schon klassisches, wunderbar monoton wirkendes dj-tool auf den markt. natürlich ist der musikalische gehalt relativ gering und auch innovation wird hier nicht gerade gross geschrieben, dafür bekommt man hier einen hochfunktionellen und sich auf die qualitäten des british techno besinnenden track: gnadenlos pulsierender bass, simple, aber effektive rhythmik, ein monoton kreiselnder vokalschnipsel und zurückhaltend eingesetzte, dadurch jedoch nicht weniger erhebende flächen.

benny ill macht aus dem track eine leicht fiebrige housegeschichte, die mit variation und verschiedenster schichtung der klänge eine viel aussagekräftigere dynamik erreicht als das original. trotzdem wirkt er ruhiger, entspannter und groovt ziemlich gelassen vor sich hin, dabei immer wieder einen kleinen trick aus der tasche ziehend. man täuscht sich nie darüber, dass auch hier mit den wenigen, einfachen elementen des originals gearbeitet wird, freut sich aber über die abwechslung, die damit erreicht werden kann.

01. 9t8
02. 9t8 (benny ill club remix)

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