wieder mal ein grossartiges video von der britischen neosoul-truppe diesmal in fiesem infrarot-design.
wieder mal ein grossartiges video von der britischen neosoul-truppe diesmal in fiesem infrarot-design.
bandcamp daily begeistert immer wieder mit unglaublich gut und sauber recherchierten artikeln zu ziemlich schrägen und eher peripher bekannten künstlern. diesmal gehts um kool keith und sein weitverzweigtes, abwechslungsreiches und unglaublich exentrisches rap-universum, kartographiert mit mehreren schlüsselalben und einer übersicht seiner wichtigsten figuren und inpersonationen.
Get acclimated to the off-kilter, kooky, and brilliant world of this Bronx MC.
via A Guide to Kool Keith’s Oddball Rap on Bandcamp — Bandcamp Daily
23 wilde minuten voller mcs, rewinds und explosiver energie, bitteschön:
siete catorce – agnosia ep [hmdm004]
hypermoderne und elektroinfizierte hybriden aus cumbia und mexikanischer bass music bohren sich mit energischer beständigkeit in die gehörgänge und besetzen das bewegungszentrum mit gnadenloser zielsicherheit. der bassanteil ist monströs und die ideen packend – perfekt für den beatlastigen dancefloor!
conforce – zero point field ep [bsrx010]
grandios produzierter science-fiction-breitwandtechno mit viel dub und athmosphäre durchtränkt, mit düsteren hallräumen und lichtgefluteten flächen.
various artists – patina echoes [timedancelp001]
auf seinem ersten release dieses jahr und longplayer überhaupt vereint das junge label ein beeindruckendes rudel an jungen, vielversprechenden künstlern, die sich teilweise schon mehrfahr beweisen durften, teilweise zum ersten bei diesem label unterkommen. ihnen allen gemeinsam ist die annäherung an techno über gewundene umwege, organisch klingende elektronik und eine vielleicht nicht sofort auffallende, aber hochgradig infektiöse tanzbarkeit.
das neue werk der beiden innovativen südafrikaner heisst closer apart und ist auf den 7. juni angekündigt. zwei songs kann man schon hören: kubona ist eine gemütliche fingerübung mit spärlichem beat, vocoder und strange perlenden syths. dun hingegen ist voll auf den dancefloor zugeschnitten: pumpender bass, knatternde snares und rhythmisch unglaublich spannend artikulierte vocals.
um die wartezeit auf den 7. juni zu verkürzen, hier noch eine kleine dokumentation über die beiden künstler, die vor ein paar monaten auf arte ausgestrhlt wurde:
pressin hard records 2018
ziemlich unverhofft vor einer woche angekündigt, nun auch wirklich draussen: die dritte platte auf richard tuckers – alias ricky force – privatlabel pressin hard records ist das erste lebenszeichen dieses outlets seit fast fünf jahren. die platte war schon zackig ausverkauft, aber auch digital machen die beiden oldschool-jungletracks richtig was her.

die a-seite gehört ‚the touch‘, einem wundervoll ätherischen stück ambient jungle mit weichen, warmen bässen und liebevoll ziselierten snares. die abstrahierten vogelschreie und athmosphärisch hallenden stimmen lassen wehmütige erinnerungen an ltj bukems beste zeiten aufkommen und werfen sofort ein durch kristallklare flächen gebrochenes kopfkino an. mit viel raum und perfekt produziert schliesst dieser track nahtlos an den anspruch des labels an, die goldene äre des jungle mit den neusten produktionsmethoden aufleben zu lassen.
auch ‚what to do‘ startet mit warmen flächen und viel athmosphäre, wirkt jedoch schon zu beginn viel dramatischer und erzeugt mit hihat und frauenstimme atemlose spannung, die schon bald brutal und schlagartig aufgelöst wird durch den wirbel druckvollst produzierter amens. es ist immer wieder schön zu hören, wie dieser beat aufs neue zerhackt und neu zusammengesetzt wird, und auch wenn ricky force sich hier zum grossen teil an sehr erprobte muster hält, findet er immer wieder einen weg, den track frisch und und den tänzer bei der sache zu halten. vor allem die als emotionale farbtupfer gesetzten samples weiblichen gesangs verleihen der leicht gehetzt wirkenden atemlosigkeit der drums eine persönliche note.
beide seiten der platte wirken ein wenig zu kurz, und somit bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder fünf jahre dauert bis zum nächsten nostalgieschub rickys!