der soundtrack zum theaterprojekt 0 von extraleben – morgen ist premiere in der gessnerallee!
interview mit den machern: www.tsri.ch/zh/theater0
der soundtrack zum theaterprojekt 0 von extraleben – morgen ist premiere in der gessnerallee!
interview mit den machern: www.tsri.ch/zh/theater0
gleich nochmals ein grossartiger release heute, diesmal jedoch aus der drum’n’bass- und dubstep-ecke. tmsv darf zum zweiten mal auf cosmic bridge seine rhythmuslastigen bassexkursionen vor dem geneigten publikum präsentieren, und er nutzt diese möglichkeit, zwei gnadenlose dancefloorbomben zu droppen. mit ‚jazz error‘ hat er einen perkussiven 160bpm-roller am start, der mit seiner nervösen perkussion und den verhackstückten querflöten-samples dem tracktitel alle ehre macht, dazu kommen grossartig eingesetzte strings, die an alte horrorfilme erinnern.
‚calavera‘ wählt einen mittelweg zwischen punktuell verabreichter rhythmischer detailverliebtheit und exzessivem bassfetischismus, während mit den sparsam eingesetzten samples eine düster-futuristische athmosphäre heraufbeschworen wird. diese lenkt allerdings keine sekunde vom zweck des tracks ab, die meute zum tanzen zu bringen.
evol
iokoi + aria
feldermelder
20:30
walcheturm
kanonengasse 20
africaine 808 (live)
none of them (live)
carlo cannone
sarna
24:00
zukunft
dienerstrasse 33
czar of bullets 2017
fast sechs jahre nach ihrem letzten album legen palmer heute – endlich! – ein neues werk vor. doch was soll man sich beschweren: schon beim ersten durchhören wird klar, dass die zeit weise genutzt wurde. auch wenn man die musik stilistisch noch immer unter athmosphärisch dichtem metal mit sludge- und noiseeinflüssen einordnen kann – was komposition und songwriting, das selbstvertrauen und sicherheit im zusammenspiel, aber auch die produktion und das sounddesign angeht: die wandlung und weiterentwicklung der langenthaler band ist sowohl in der tiefe als auch in der breite beieindruckend.
gleich zu beginn fällt auf, dass der noise-anteil markant erhöht wurde. ein fast melodieloser, ans weisse rauschen grenzender gitarrenlärmteppich zieht sich durch die ersten, vor einladender aggression strotzenden minuten und ergibt mit steve dieners effektgeladener stimme einen brodelnden wirbel, der sich jedoch langsam klärt und in der mitte des tracks in einen fast ambienthaften ruheraum mündet. auch wenn dieser immer wieder vor explosiven attacken lärmerfüllten hasses erzittert und schlussendlich kollabiert, zeigt sich hier beispielhaft die gewonnene sicherheit und das vertrauen dieser band, ganz auf klang und athmosphäre zu setzen und mit subtil eingesetzten effekten ungeahnte weite zu schaffen. im kontrast zu klaustrophobisch-gequälten gitarrenparts ergeben sich dabei thrillerhafte spannungen, wie es zum beispiel bei ‚divergent‘, aber auch ‚implosion‘ aufs schönste nachzuhören ist. das ganze werk bewegt sich meist in eher düsteren, manchmal gar verzweifelten emotionalen graubereichen, sowohl textlich als auch athmosphärisch. zum glück hat man trotzdem keine angst vor ausgedehnten gitarrenparts mit zwar getragenen, jedoch warmen melodien und minutenlanger versunkenheit in psychedelisch verhallte klangwelten. so werden dem zuhörer immer wieder atempausen und vereinzelte flecken sonnenlichts gegönnt. diese können ausgedehnt und funkelnd klingen wie bei ‚artein‘, aber auch kurz und trocken eingestreut wie in ‚misery‘, wo sie das gefühl der hoffnungslosigkeit mit ihrem abrupten ende eher noch verstärken.
dass dies alles so einheitlich und aus einem guss klingt wie auf diesem album, ist eine respekteinflössende leistung und nur teilweise auf die fantastische produktion zurückzuführen, die punktgenau zwischen dem einsatz fast schon jazziger klangbrillanz, erstickender soundwälle und psychedelischer klangfarbigkeit abwägen kann. den anderen, grossen teil trägt die band mit ihrem mut zum experiment, ihrem eingeschworenen zusammenspiel und grosser erfahrung selber bei.
das album gibts hier zu kaufen:
czar shop
itunes
plastic head
cede.ch
palmer spielen morgen mit zatokrev und wolf counsel in der met-bar in lenzburg, danach hier:
eine volle stunde steppers dub und anverwandtes im gewohnt unaufgeregten style von new.com. perfekt für einen sonnen- und weedgetränkten start in die woche.