tolle news von unhold, einer der innovativsten und interessantesten metalbands der schweiz: der neue song ‚convoy‚ gibts ab sofort auf youtube zu hören und auf spotify sowie apple music zu kaufen. entnommen wurde er dem neuen album ‚here is the blood‚, das am 9. november über czar of bullets veröffentlicht wird.
der bandcamp-blog erweist sich mal wieder als essentielle plattform, um in eher unbekannten stilen und weltgegenden musikalisch à jour zu bleiben. diesmal gehts um die hiplife-kultur der neuen generation und das grossartige akwaaba-label aus accra.
gerade in den letzten tagen wurden wieder ein paar spannende releases angekündigt, auf die ich mich freue und die auch anderen den herbst vergolden könnten.
vom grossartigen hessle audio-label gibts am 26. oktober endlich wieder mal ein album – das erste seit pangaeas ‚in drum play‚ von 2016! produziert wurde es von bruce, der in den letzten vier jahren seit seinem ersten release eine ganz eigene perspektive auf die englische clubmusik und damit auch einen unverkennbaren, rhythmuslastigen sound entwickelt hat. ‚sonder somatic‚, so der name des albums, soll grösstenteils clubtauglich werden – und auch der vorab-track aeon lässt innovativ-tanzbares erwarten.
auch das schweizer house-duo adriatique hat nach jahren aktiven musikschaffens endlich ein debutalbum in der pipeline, das am 26. oktober herauskommen soll – allerdings auf dem tale of us-label afterlife. den titeltrack ’nude‘ gibts auch hier schon zu hören, und mit delhia de france und jono mccleery gibts zwei features, die aufhorchen lassen.
dann noch frohe nachrichten von bakground, der sich innerhalb weniger monate tief in mein herz gespielt und auch sonst gerade einen ziemlichen lauf hat: auf lobster theremin gibts am 19. oktober mit ‚clubjammerz‚ fünf hochenergetischen jungle- und dnb-tracks mit massig subbass und gecutteten breaks.
und zum schluss, ganz frisch, die ankündigung von nervous horizon, dass es am 9. november ein neues tsvi-album gibt. seinem stark rhythmusbasierten stil treu bleibend, versucht er hier, religiöse einflüsse seines elternhauses mit der rolle, die musik in der spirituellen philosophie der sufis einnimmt, und einflüssen der grossen arabischen perkussionisten zu verbinden.
shiken hanzo mit bohrt sich mit seiner neuen ep auf hojo clan tiefer und tiefer in seinen düster technoiden halfstepsound und nimmt dabei den hörer mit auf den trip durch klaustrophobische basswelten und dunkelste echokammern. ein unglaublich intensiver release, packend in seiner beherrschten aggressivität.
nach über zwei jahren endlos scheinenden wartens und hoffens heute entdeckt, dass dieser song seit anfangs juni zumindest digital auf bandcamp erhältlich ist: einer der tollsten remixe ever und pures gänsehautmaterial – auch und gerade auf dem dancefloor!
schöner kleiner track von stas‘ neuem album ’stanislove‘, das am 30. juni erscheint. nicht mehr ganz so wild wie das letzte, dafür aber mit viel bass und seele.
bandcamp daily begeistert immer wieder mit unglaublich gut und sauber recherchierten artikeln zu ziemlich schrägen und eher peripher bekannten künstlern. diesmal gehts um kool keith und sein weitverzweigtes, abwechslungsreiches und unglaublich exentrisches rap-universum, kartographiert mit mehreren schlüsselalben und einer übersicht seiner wichtigsten figuren und inpersonationen.
hypermoderne und elektroinfizierte hybriden aus cumbia und mexikanischer bass music bohren sich mit energischer beständigkeit in die gehörgänge und besetzen das bewegungszentrum mit gnadenloser zielsicherheit. der bassanteil ist monströs und die ideen packend – perfekt für den beatlastigen dancefloor!
auf seinem ersten release dieses jahr und longplayer überhaupt vereint das junge label ein beeindruckendes rudel an jungen, vielversprechenden künstlern, die sich teilweise schon mehrfahr beweisen durften, teilweise zum ersten bei diesem label unterkommen. ihnen allen gemeinsam ist die annäherung an techno über gewundene umwege, organisch klingende elektronik und eine vielleicht nicht sofort auffallende, aber hochgradig infektiöse tanzbarkeit.