burial – young death / nightmarket

hyperdub 2016

eine weile schon in aller stille aus diversen shops und ab heute ganz plötzlich auch auf bandcamp erhältlich, gehört diese single wohl zu den sehnlichst erwarteten stücken musik dieses jahres. denn abgesehen von einer kollaboration mit zomby war von burial dieses jahr nicht viel zu hören, und auch letztes jahr bliebs abgesehen von einem release auf keysound ziemlich ruhig.

umso höher schlägt das herz schon bei den ersten takten von „young death“, wenn eine durch die mangel gedrehte r’n’b-stimme über knisternder athmosphäre ihr wehklagen anstimmt. man spürt das tiefe pochen der bassdrum mehr, als man sie hört, und wieder kommen vergessene heimwege aus clubnächten hoch, verregnet, wehmütig, begleitet vom tinitus und dem müden nachflimmern der euphorie. burial ist ein meister im beschwören genau dieser stimmung, und das scheinbare zerfallen des tracks in mehrere teile, die zerfahren wirkende hantieren mit ideen, melodien und samples trägt nur dazu bei, sie um eine sanfte portion benebelter paranoia anzureichern.

ähnliche mittel werden auch bei „nightmarket“ eingesetzt, nur mit anderem effekt und klarer sichtbar scheinendem roten faden. dieser wird gebildet durch eine wundervoll subtil modulierte synthlinie, die jedoch durch weissrauschende statikeinbrüche immer wieder durchtrennt und unbeholfen scheinend wieder zusammengeknüpft wird. gegen ende wirken die synths triumphierend, die störgeräusche bäumen sich auf zu kaum erkennbaren beats, dann jedoch verhallen auch diese und die strasse hat dich wieder…

woche 47

  1. bufirevelación (2016)
  2. romarelove songs: part two (2016)
  3. letherettelast night on the planet (2016)
  4. frank oceanblonde (2016)
  5. barker & baumeckerturns (2016)
  6. hodgebody drive (2016)
  7. keith carnalillusion (2016)
  8. gerry readchubby cheeks (2016)
  9. bentonvolume one (2016)
  10. lil jabbagrotto (2016)

etch – dj-set at keep hush 003

nachdem keep hush vor zwei wochen schon sullys fantastisches dj-set vom august geteilt haben, wurde nun auch das nicht minder geniale, noch abwechslungsreichere set von etch der öffentlichkeit zugänglich gemacht. hiphop, footwork, jungle und viel bass werden hier zu einem schweisstreibenden und 83-minuten-workout vereinigt, der einfach glücklich macht.

hier noch das erwähnte sully-set:

neues von a/t/o/s

das schon kürzlich von mala angekündigte a/t/o/s-album auf deep medi kommt am 27.01.2017 heraus und kann seit gestern vorbestellt werden. ebenfalls seit gestern gibts die erste single „strong thing“ zu kaufen, die ein wenig tanzbarer anmutet als das letzte album und wieder auf amos‘ watteweiche stimme setzt. das video wurde von tim lebacq produziert, der schon von truenoys‘ letzter single „midnight“ bebildert hat.

one of a million program online!

zum siebten mal wird im februar 2017 in baden das entdecker- und clubfestival „one of a million“ präsentiert, wie immer von den leidenschaftlichen machern und helfern des vereins herbert. das line-up wurde heute online geschaltet und weist sowohl einige kleinode und versteckte leckerbissen als auch aufstrebende zugpferde und tanzbodenfüller auf.

spannend sind auch dieses jahr wieder die off-locations in der ganzen stadt baden, auf die kombination der konzertorte im abendprogramm darf man sich noch freuen.

tickets gibts hier.

comfortnoise podcast 062

der neue podcast der comfortnoise-truppe wurde von k (mikrophon.net, köln) gemixt und suhlt sich mit grösstem wohlbehagen im hall und echo diverser dubtechno-spielarten. gegen ende werden die beats knackiger und das ganze sympatisch verspult, und mit andy stotts „too many voices“ ein finale voller merkwürdiger schönheit zu finden.

woche 46

  1. dj lagdj lag ep (2016)
  2. okzharp & manthe ribanetell your vision (2016)
  3. reconditecorvus (2016)
  4. duskylong wait (remixes) (2016)
  5. felix labanddeaf safari (2015)
  6. letherettelast night on the planet (2016)
  7. daniel averydj-kicks (2016)
  8. romarelove songs: part two (2016)
  9. kahn & neekfabric live 90 (2016)
  10. abdulla rashimof water and the spirit (2016)