mix der woche

bakground ist host bei rinse france sowie initiator und kopf von seeksicksound, einem pariser label und online-magazin, der sich mit seiner crew und seinen parties schon schillernden status in der französischen bass music-szene erarbeitet hat. sein von darken basslines und harten beats geprägter sound bewegt sich zwischen 130-140 bpm und umfasst alles zwischen grime, garage, breakbeats, bass music, dubstep und techno, meisterhaft und immer wieder überraschend kombiniert und unglaublich schnell und sicher gemixt. ein grossteil der tracks in diesem podcast ist exklusiv und noch nicht veröffentlicht, was das hörerlebnis noch exklusiver macht – umso überraschender, dass sich der herr bei dieser gelegenheit mit eigenen produktionen vornehm zurückhält.

mix der woche

~ous hat sich in den letzten jahren zu einem der allerfeinsten und innovativsten schweizer labels entwickelt. mit releases von bit-tuner, senking, feldermelder, iokoi, furtherset und anderen entstand ein katalog, der sich eine ganz eigene welt zwischen experimenteller elektronik, techno, field recordings und grenzenloser bass music erschaffen hat.

uhuruku, ein schon länger mit dem label eng verbundener dj und soundtüftler, schafft es mit diesem mix, die grosse bandbreite von ~ous in eine zwar amorphe, jedoch konzise, dramaturgisch hervorragend kuratierte form zu bringen, die gekonnt mit stimmungen und athmosphären spielt und den doch manchmal sehr abstrakten soundbildern eine wunderbare leichtigkeit verleiht.

mix der woche

jasper byrne aka sonic liefert hier eine ganz persönliche sicht auf drum’n’bass und jungle aus der perspektive eines erfahrenen und weitgereisten beatschmieds, der sich nicht mehr damit zufriedengeben will, starre genrevorgaben zu erfüllen. stattdessen verbindet er hier footwork, synthwave, l.a. bass, techno, jungle und sonstige beat- und bass-hybriden zu einem furiosen jungle-tekkno-mix voller liebevoller details, überraschender wendungen und tanzbaren rhythmen.

vykhod sily podcast – anna ruff guest mix

für den heutigen anlass vielleicht ein wenig düster, aber dennoch eines der besseren ambient-sets, die ich dieses jahr gehört habe. anna ruff schichtet hier weite flächen, field recordings, lose verwobene rhythmen und viel athmosphäre zu einer stunde langsamer und nachhaltiger introspektion. die räume sind weit und dunkel, melodien sind karg, scheinen jedoch umso wärmer, sobald sie sich sonnenstrahlen gleich durch die schwer drückende decke grollender bässe gekämpft haben. beats schleichen sich an und lösen sich in pixelwolken wieder auf, bedrohliches klopfen, pochen und knirschen scheint von unter den füssen zu kommen – erst ganz am ende gibts ein paar minuten zen-artigen schwebezustands.

überhaupt muss ich hier dem vykhod sily podcast endlich mal ein kränzchen winden: seit 2013 bietet die plattform aus jekaterinburg mixes und guestmixes mit einer unglaublichen konsistenz und qualität. das spektrum reicht von hartem drum’n’bass über darken techno und halfstep bis hin zu industrial, drones und ambient – eigentlich ein weites feld, und trotzdem verbindet die sets eine grundstimmung postapokalyptischer düsternis, durchsetzt von gelegentlichem neonflackern. gerade auf nächtlichen zugfahrten eine grossartige begleitung!

asic – spring liveset 2017

asic hat ein neues liveset hochgeladen! und wem asic kein unbekannter ist, der weiss, dass hier ‚live‘ nicht nur eine nichtssagender hinweis ist, sondern dass hier mit synths, samplern und laptop jedes mal ein exklusiver bogen zwischen eigenen samples, lose vorbereiteten strukturen und freier improvisation geschlagen wird. somit wird man dieses set live nie wieder so hören, und trotzdem kann man es als ziemlich guten anhaltspunkt dafür nehmen, was wohl bei seinen nächsten auftritten zu erleben sein wird.

dabei fällt auf, dass der sound trockener, rhythmusbasierter und organischer klingt als je zuvor. die dub- und hallexkursionen wurden zurückgenommen und lassen nun die musik direkter und dringlicher wirken, immer wieder zuckt das tanzbein mit. und trotzdem lässt man sich nie hetzen, lässt auch mal klänge sich entwickeln, effekte sich entfalten. ein wundervoll anregender und abwechslungsreicher appetizer auf – hoffentlich bald anstehende – weitere liveauftritte!

lenzman & dan steezo – the nq mixtape vol 2

lenzman feiert seine neue ‚earth tones ep‚ auf dem eigenen label the north quarter mit dan stezo und einem mix, der nicht nur einige der neuen und unveröffentlichen tracks featured, sondern auch wunderschön aufzeigt, wieso er zu den meistgebuchten drum’n’bass-djs in europa gehört: makellose selection, unprätentiöses, aber effektives mixing und ein händchen für dramaturgie und das teamwork mit mcs.